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WhatsApp-Erfolg in Deutschland: Der Nutzwert schlägt alles

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Screenshot der WhatsApp-Anwendung für iOS

Mir persönlich ist es besonders in den vergangenen Monaten aufgefallen: Trotz iMessage und Facebook-Messenger und SMS findet meine Textnachrichten-Kommunikation auf dem Smartphone noch häufiger als ohnehin über WhatsApp statt. Plötzlich ist man in wahnsinnig praktischen – manchmal auch wahnsinnig nervigen – Gruppen, was einen zum Teil riesigen Nachrichtenstrom auf dem Smartphone verursacht.

Der „Focus“ hat dieses vage Gefühl nun mit Zahlen untermauert: Demnach soll es im März dieses Jahres 13,7 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland gegeben haben. Im Oktober 2012 sollen es noch 9,3 Millionen gewesen sein. Zum Vergleich: Facebook kam im Oktober 2012 auf 12 Millionen mobile Nutzer, im März 2013 auf 15,6 Millionen. Weiterlesen

Infografik: Wie „Wetten, dass…?“ Twitter dominiert

„Wetten, dass…?“ als Groß-Event auf Twitter. Die Anzahl der Tweets zum Thema am Tag der Sendung zeigt: „Wetten, dass…?“ stellt auf Twitter alle übrigen Ereignisse locker in den Schatten – das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem HSV und Bayern München hatte nicht einmal ein Drittel der Mentions im Vergleich zur ZDF-Sendung. Völlig abgeschlagen ist die RTL-Sendung Supertalent.

Unterschiede bei Facebook & Twitter

Besonders der offizielle @wettendass-Account konnte seine Follower-Zahlen während der zweiten Sendung kräftig steigern – um fast 15 Prozent. Die Mitarbeiter haben dafür aber auch einiges getan: Fast minütlich lieferte der Account Infos und Fotos direkt von der Bühne, retweetete andere User und beantwortete Fragen. Dass Twitter im Gegensatz zu Facebook eher der Kanal ist, um als User eine solche Sendung zu begleiten, zeigt sich bei den Wachstumszahlen: Der Facebook-Kanal der Wetten dass-Sendung konnte prozentual weniger zulegen, als der Twitter-Account.

Wie klein Twitter und Vergleich zu Facebook bei den Userzahlen in Deutschland aber noch immer ist, zeigt sich bei den absoluten Zahlen:  Die „Wetten, dass…?“-Seite bei Facebook hat mehr als zehnmal (!) so viele Fans, wie der Twitter-Account. In absoluten Zahlen hat die Facebook-Seite auch während der Sendung mehr Fans gewonnen als der Twitter-Kanal.

Öffentliche Wahrnehmung – tatsächliche Relevanz

Der Second-Screen ist zwar unbestritten ein echter Mehrwert zur Sendung. Sieht man die nackten Zahlen, muss man jedoch auch festhalten: Im Vergleich zu über zehn Millionen Zuschauern am Fernseher sind 10.000 Twitter-Follower im offiziellen Account eine fast verschwindend geringe Zahl. Zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Relevanz für die Zuschauer scheint es gerade bei Twitter derzeit noch große Unterschiede zu geben.

Ebenfalls auffällig: Auf die Twitter-Accounts der prominenten Gäste hatte die Sendung kaum Einfluss. Die Steigerungsraten bei den Followerzahlen lagen im minimalen prozentualen Bereich, ähnlich, wie an übrigen Tagen. Das ist bei @tomhanks und @robbiewilliams mit vielen Followers weniger erstaunlich als bei @david_garrett oder @gossipmusic.

Ich glaube, dass die Twitter-Kanäle auch für Sendungen wie „Wetten, dass…?“ in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. Twitter wird noch mehr in die Mitte des Publikums rücken. Man darf allerdings nicht vergessen: Es wird auch in Zukunft einen hohen Anteil an Zuschauern geben, die sich einfach nur auf dem Sofa berieseln lassen möchten. Bei den aktuellen Zahlen sieht man außerdem, dass es derzeit noch einen deutlichen Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Wahrnehmung gibt.

Nachtrag 5.11.2012, 19:50 Uhr – Unterschiede bei den „Wettendass“-Mentions

Für die drei Vergleichszahlen von „hsvfcb“, „supertalent“ und „wettendass“ unter der Kategorie „Nennungen der Begriffe am 3. November auf Twitter“ habe ich die kostenlose Version von Topsy benutzt. Laut @michaelumlandt werden bei der Auswertung der „wettendass“-Tweets in der Pro-Version von Topsy höhere Zahlen angezeigt: über 34.000 Tweets. Inwiefern auch die beiden anderen Begriffe (hsvfcb, supertalent) in der Pro-Version höhere Zahlen haben, kann ich nicht sagen. Alle anderen Zahlen in der Grafik sind davon nicht betroffen.

Danke für den Hinweis, Michael!

Muss Urlaub auch Urlaub vom Internet sein? Ein Einfahrungsbericht

Erwischt. Beim Baden mit dem Smartphone.

Die Empfehlungen zum Thema digitale Medien und Urlaub sind ja eindeutig. Das Smartphone soll während der arbeitsfreien Zeit keinesfalls berufliche E-Mails ausspucken, der Nutzer doch bitte sein vom Netz verwabbeltes Hirn entgiften.

Aber muss richtiger Urlaub wirklich auch Urlaub vom Internet sein?

Eine allgemein gültige Antwort habe ich bei der Reflexion meines eigenen Medienverhaltens in der arbeitsfreien Zeit auf diese Frage nicht gefunden. Aber doch einige klare Abstufungen für die Zeit im Ausland, in der Heimat oder bei Freunden. Weiterlesen