Über Graph Search und den Nutzen für Blogger und Journalisten

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Screenshot der Graph Search-Seite von Facebook: https://www.facebook.com/graphsearch

Bereits im Januar hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Möglichkeiten der neuen Suche im Social Graph vorgestellt. Künftig können alle öffentlich geteilten Inhalte bei Facebook systematisch durchsucht werden. Nach einem halben Jahr Beta-Phase hat das Netzwerk nun damit begonnen, die Suche für Facebook-Mitglieder freizuschalten.

Klingt erstmal weit weg von allen deutschen Nutzern. Worüber man sich aber bewusst sein sollte: Jeder, der Graph Search nutzt – also weltweit jeder, der seine Profil-Sprache auf „English US“ umgestellt hat – kann nun alle öffentlich eingestellten Informationen von allen Facebook-Profile durchsuchen.

Für Bild.de habe ich aufgeschrieben, was auch deutsche Facebook-Mitglieder deshalb nun beachten sollten.

Bei aller Kritik an den Funktionen bringt Graph Search gerade für Journalisten und Blogger einige sehr interessante neue Möglichkeiten.

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Maske für die Suche im Social Graph mit Autovervollständigung

Für manche private Nutzer ein Problem, für Medienschaffende ein Vorteil: Durch die systematische Suche können Journalisten leichter gefunden werden, vorausgesetzt sie wollen auf Facebook als solcher sichtbar sein.

Ich habe vor einigen Wochen in diesem Artikel beschrieben, warum jeder mein ehemals privates Facebook-Profil finden und abonnieren darf. Ich glaube, Graph Search ist ein weiterer Grund, sich hier sichtbar zu machen.

Graph Search bietet auch neue Recherchemöglichkeiten: Gerade bei Live-Ereignissen war und ist Twitter der Echtzeit-Dienst schlechthin. Vermutlich wird das auch in Zukunft so bleiben. Trotzdem gibt es nun auch auf Facebook die Möglichkeit, sich öffentlich hochgeladene Inhalte in Echtzeit anzeigen zu lassen. Zum Beispiel ist es so möglich, gezielt nach Fotos von bestimmten Ereignissen (etwa Konzerte, Fußballspiele, etc.) zu suchen.

Ergänzend dazu ermöglicht auch die erst kürzlich auf Facebook eingeführte Hashtagfunktion eine verbesserte Echtzeitsuche. Mit Blick auf 25 Millionen deutsche Facebook-Mitglieder wäre es ziemlich fahrlässig das Netzwerk mit diesen neuen Recherchemöglichkeiten zu ignorieren.

Wer Graph Search jetzt schon nutzen will, muss Facebook auf die Sprache „English US“ umstellen. Bis die Suche auch auf Deutsch programmiert ist, wird wohl noch ein bisschen Zeit vergehen.

Klicktipps:

  • Facebook selber hat zu diesen Funktionen bereits im Januar einen ausführlichen Beitrag verfasst.
  • Auch Meedia hat die Möglichkeiten für Journalisten ausführlich beschrieben.
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