Cinemagram: Das Potenzial von animierten Bildern

Vor einigen Monaten erschienen in Deutschland die ersten Berichte über Cinemagram. Mit der Applikation ist es möglich, animierte Gifs zu erstellen und dabei ein Foto mit Bewegtbildern zu verschmelzen. Heißt: In einem 2-3 sekündigem Video kann der Nutzer Teile markieren, die sich später auf einem festen Bild in einer Endlosschleife bewegen.

Das ist sicher nicht neu. Trotzdem klingt diese Kombination zunächst sehr spannend. Das Tolle an solchen Programmen ist ja: Sie machen Dinge einfach, die früher Experten vorbehalten waren. Entsprechend groß war der mediale Siegeszug in den Wochen darauf (Beispiel, Beispiel, Beispiel).

(Schloss Charlottenburg)

Was mich allerdings wundert: Ich habe bislang niemanden bei Facebook oder Twitter entdeckt, der Cinemagram auch tatsächlich nutzt. Das könnte an den schlechten Einbettungsmöglichkeiten liegen: Bei Facebook werden die Gifs nicht angezeigt, öffnet man bei Twitter den jeweiligen Tweet, passiert ebenfalls: nichts. Wenn man überlegt, wie klickfaul die Leute in sozialen Netzwerken bei solchen Dingen sind, ist das vermutlich ein gravierender Nachteil.

Ich hab‘ das Programm – nachdem es zwei Monate unbenutzt auf dem Smartphone schlummerte – nun endlich ausprobiert. Dazu habe ich mit dem Smartphone einige – zugegeben einfache – Videos von Berliner Motiven gedreht.

(Kanzleramt)

Einigermaßen überrascht war ich, wie schnell Cinemagram begonnen hat für mich zu twittern. Ja, ich habe mein Twitter-Konto mit dem Account verbunden. Allerdings nicht mit der Absicht, jedes Bild zu twittern. Vermutlich war es meine Nachlässigkeit, die Optionen nicht genau geprüft zu haben. Trotzdem habe ich mich gewundert, als dieser Tweet plötzlich wie von Geisterhand in meiner Timeline erschien.

Die Anzahl der Cinemagram-Bewertungen am App-Store ist noch relativ überschaubar, aber in überwiegender Mehrzahl positiv (4,5 von 5 Sternen). Da ich kein Instagram nutze, bin ich vielleicht noch etwas empfänglicher für ein Bilder-Programm, als Leute, die längst mit einem Foto-Dienst verheiratet sind.

Meine Meinung: Cinemagram ist eine gute Ergänzung (kein Ersatz!) zu Fotos und Videos. Es bietet, sofern richtig eingesetzt, einen echten Mehrwert und ist wirklich simpel zu bedienen. Eigentlich gute Voraussetzungen, um auch in Zukunft weiter wachsen zu können. Dass die Animationen in den großen Netzwerken jedoch nicht direkt angezeigt werden, ist ziemlich fatal. Dazu kommt: Für den schnellen, großen Hype dürfte die Kombination vielen Nutzer bislang noch zu fremd sein.

Hier seht Ihr übrigens mein Cinemagram-Profil.

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